Stürmische Geschichte des Grenzgebiets von Wielkopolska und Śląsk hatte Einfluss auf die Bildung der Nationalkultur dieser Region. In dieser Kultur kann man polnische, deutsche und sogar tschechische Einflüsse finden. Die Spuren dieser Einflüsse sehen wir in der Sprache, Regionaltracht, im Bauwesen in Gelegenheitslieder und Volkstänzen. In Zusammenhang damit entwickelte sich keine Sonderkultur auf dem Land von Kępno.
Oskar Kolberg – Folklorist und Ethnograph schreibt über Wielkopolska:
„Eine von den interessantesten Regionen für einen Ethnographen ist ohne Zweifel Wielkopolska, einerseits wegen reiner polnischer Merkmale ihrer Einwohner und andererseits wegen ihrer auf Westgebieten heutiger slawischer Länder Lage “
[Wielkopolska unser Land. Teil III]
Die lokalen Aktivisten schätzten die Bedeutung der Folklore für die Nationalkultur richtig ein und bemühten sich Informationen über Traditionen, Volkssitten und -lieder für Nachkommen aufzubewahren. Zu den gegenwärtigen Folkloristen des Landes von Kępno gehören: Józef Majchrzak – Lehrer, Liebhaber der lokalen Folklore, Autor der Arbeit: „Lud kępiński w pieśni, obrzędzie i zwyczajach“, Kazimierz Hadryś –Veranstalter der Amateurstheatergruppen, Stanisław Ramza – Landwirt aus Mroczeń, Autor der Arbeit „Wesele Mroczeńskie“, der in der Presse „Kolberg aus der Gegend von Kępno“ genannt wurde, Sammler regionaler Gelegenheitslieder, Tänze und Sitten, Folklorist, Florian Piasecki - Autor der Arbeit: „Laski w kotlinie Pomianki“, Feliks Skąpski – Bibliothekar, Publizist, Regisseur und Veranstalter der Amateurstheatersauftritte aus Słupia, Stefan Rachel – Landwirt aus Joanka, er befasste sich mit der Romanenaneignung zu Theaterstücken, die von Amateurstheatergruppen aufgeführt wurden.
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| Mitglieder der Artistischen Theatergruppe aus Słupia, Januar 1955 |
Einladung zur Amateurstheatervorstellung aus 1954 |
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