Die regionalen Grenzen sind oft den ethnischen
Grenzen nicht gleich

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Kirchliche Feste

         Weihnachten

         Ein spezifischer Brauch herrschte im Gegend vom Dorf Mechnice, wo vor Weihnachten die Landwirte keine Feldarbeiten machen konnten. Im XX Jh. war diese Tradition nur von den älteren Leuten kultiviert.
         Weihnachten endeten auf dem Lande das Bräuchejahr. Zu den Bräuchen, die heute noch kultiviert sind, gehört das Oblattteilen am Vortag der Weihnachten. Das Treffen sammelt am feierlichem Abendessen die ganze Familie und Gäste. Auf dem Hof fand das gemeinsame Abendmahl des Gustbesitzers und seiner Dienst statt. Unter den Tisch steckte man dann Heu als Zeichen der Christgeburt. Man bereitete die Fastengerichte wie Pilzensuppe, gekochten Kohl, die Erbse, den Karpfen und „Makiełki“ (Weizenbrötchen mit süßem Milch und Honig) vor. Jeder Landwirt lässt die Reste des Essens und die rosa Oblatte für seine Tiere. Am Abend teilt der Landwirt die Oblatte mit seinem Vieh. Die Häuser besuchen abends die „Wiliarze“ – verkleidete Gruppe, die aus einem König, seiner Dienst, einem Juden, einem Engel und dem Tod besteht. Im Gegend von Bralin gehen die „Wiliarze“ vom Haus zu Haus, singen die Weihnachtslieder und stellen kurze Vorführungen vor. In Łęka Opatowska „Wiliarze“ gehen vom Haus zu Haus, klingeln, suchen nach den Kindern, fragen das Gebet ab und essen viel Kuchen und Nüsse. In Osiny besuchte eine Männergruppe – „Józefy“ die Häuser und lies den Kindern das Gebet sprechen. Zu Weihnachten besuchten die Häuser der König, das Tod und der Teufel. In Mechnice besuchten die Häuser der Star, die drei Könige und die Krippenmacher. Im Gegend von Siemianice besuchten die Häuser die sogenannten „Straszaki“.

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         In jedem Haus befindet sich ein Weihnachtsbaum, bei dem man verschiedene Weihnachtslieder singt. All die Bräuche haben wir von unseren Großeltern vererbt. Wie die älteren Einwohner unserer Gemeinde berichten, begann man das Abendmahl dann, wenn der erste Star am Himmel erschien. Unter das Tischtuch steckte man Heu und unter den Tisch stellte man eine Heugarbe. Manche Einwohner (die Ostversiedler) haben in ihren Häusern auf den Boden Nüsse und Äpfel gelegt. Unter der preussichen Unterwerfung legte man Heu auf dem gedeckten Tisch. Unter das Tischtuch legte man die Münzen, um die Armut in neuem Jahr zu meiden. Das Abendmahl bestend aus neun Gerichten. Am Tisch sollte eine paarige Anzahl der Leuten sitzen, sonst wird eine Person sterben. Nach dem Abendessen kam eine merkwürdige Person nach Hause in einem Schafpelz, mit einem Bart, mit einem Stock und mit einem Sack. Der Star entweder gab den Kindern die Süßigkeiten oder schlug sie. Der Weihnachtsbaum, ohne den Weihnachten unmöglich sind erschien im XIX Jh. in den Häusern der deutschen Siedler. Jeder wieß, dass am Vorabend der Weihnachten die Tiere sprechen können und man glaubt, dass man ihnen im Gespräch nicht stören soll, weil das sehr gefährlich ist. In Łęka Opatowska herrschte der Brauch, dass man am Vorabend der Weihnachten die Kerzen anzündete. Dieser Brauch war eine Hervorsage und derjenige, dem die Kerze auslöscht, der stirbt als erste.
         Das wichtigste Ereignis der Weihnachten ist die Weihnachtsmesse. Daran haben die ganzen Familien teilgenommen. Wenn sie nach Hause zurückkamen, band der Landwirt die Obstbäume mit einem Strohschnurr. Aus dieden Bäumen soll der Wirt in dem nächsten Jahr viel ernten.
         Heute ist nicht mehr viel von den Volkskulturtraditionen übrig gebilieben. Die schönsten Weihnachten sind dann, wenn alles nach den alten Regeln verläuft. Das Hausdekorieren, die Gerichte und gie Gewohnheiten ändern sich.
         Ein anderer Brauch, der seit dem XIII Jh. bekannt ist, heißt „Jasełka“ – Weihnachtstheater.

                          

         Am Neuem Jahr organisiert man „Kolenda“ vor dem Palast. Da wurden die Weihnachtslieder gesungen und der Pfarrherr besuchte alle Dorfbewohner und heiligte die Wohnungen.
         In Raków begehen den Dorf die drei Könige, dann das Tod, König Herod und der Teufel. Danach wird der Dorf mit den Pferden und Musik befahren. In Łęka Opatowska visitierte den Dorf ein Bär, der die Fräuleinen erschreckte.

         Ostern

         Am Sonntag in der Mitte des Fastens war in Opatów ein Brauch, dass man mit „goj“ – Baum den Dorf beging. Am „fetten Donnerstag“ wurde in Łęka Opatowska die letzt verheiratete Frau zum Gasthof gebracht, wo angeblich ihre Hochzeit stattfand. Am zweiten Sonntag vor Ostern wurde mit den geschmückten Tannen gegangen. Im Norden des Regions kultivierte man den Brauch, dass man vom Aschenmittwoch mit einem „Pferd“ (eigentlich war das eine Person auf dem Pferd, ein Jude, ein Soldat und ein Fräulein) durch den Dorf ging. Dabei hat man getanzt, gesungen und Geld gesammelt. Am Dienstag vor dem Aschenmittwoch besuchten die älteren Ehepaare die jüngeren Ehepaare. Das war in Mechnice und die Ehepaare waren verkleidet. Am Fastensonntag gingen die Gruppen von Mädchen durch den Dorf mit einem geschmückten Baum, sie sangen Lieder und sammelten Eier. Am ersten April machten alle Scherze. In Perzów brachte niemand den Dung aufs Feld in der ganzen Woche vor Ostern, weil die Leute Angst vor dem Hagel hatten.

         Sehr traditionel war auch während der Woche vor Ostern das Singen. Dabei hat man folgendes Lied gesungen:

                        Chociaż śnieżek pada, gaika nie zbada,
                        Chociaż śnieżek pruszy, gaika nie zgłuszy.
                        Wije się śnieg po płotku, zejdzie groch w ogródku.
                        Kładzie się śnieg po roli, zejdzie zboże powoli.

oder:

                        A ta święta Katarzyna miała ojca poganina,
                        Dał jej klasztor wyfundować i dwa okna wyrysować,
                        A to trzecie sobie dała, aby Boga oglądała.

                        Dowiedział się o tym ojciec, dał jej ręce, nogi obciąć
                        I włóczył ją po ulicach, po tej ostrej kamienicy,
                        Anieli się dowiedzieli, po to ciało pobieżeli,
                        Pozbierali, pozmiatali i do raju odesłali.

         Am Palmsonntag wieh man in der Kirche die Palmen. Später wurden diese Palmen bie verschiedenen, magischen Maßnahmen verwendet. Die Palmen wurden auf den Felden gestellt, um sie vor dem Hagel zu schützen. Zu Hause steckte man die Palmen hinter den Bildrahmen, um das Haus vor dem Bösen zu schützen. Im Gegend von Laski haben drei Jungen am Großen Donnersteg, Freitag und Samstag dreimal täglich den Dorf befahren. Sie machten dabei viel Lärm. In Michowice ist das bis heute kultiviert. Am Großen Freitag befahren die Meßdiener den Dorf um 5, 12 und um 18 Uhr mit „Skrzekota“ (eine einradige Karre). Am Großen Freitag fanden in allen Familien die „Boże Ranki“ statt. Die Mütter haben am Morgen die Kinder gepeitscht, als sie noch in ihren Betten waren als Erinnerung des Christenpeitschens. Dabei haben die Mütter geschrien, dass die Kinder aufstehen sollen. Am Großen Samstag wieh man das Feuer, das Wasser und die Dornzweige. Die Dörner hat man unter das Hausdach gesteckt, um das Haus vor dem Donner zu schützen. Am denselben Tag früh am Morgen wieh man die Gerichte (Eier, Wurst, Brot, Kartoffel und Streichholz). Während der Resurektionsmesse wurde mit dem Mörser geschossen. Heute wird noch in Słupia von den Jungen mit einer Dose mit Karbid geschossen. Am Großen Samstag nahmen die Jungen das Blechgeschirr mit gewihtem Feuer und haben damit Feuer im Ofen gemacht. Am Nachmittag wieh man die Gerichte in der Kirche oder zu Hause. Am Ostersonntag haben die Frauen nach der Messe Feuer in der Küche mit den geweihten Streichhölzen Feuer gemacht. Dann haben sie das Essen vorbereitet. Besonders festlich war das Osterfrühstück. Auf dem wunderschön bedecktem Tisch haben mit Zwiebel gefärbten Eier, Wurst, Kuchen und Brot. Die Eierschalen haben dann die Hennen gefressen so, dass sie das ganze Jahr viele Eier geben. Die Knochen wurden den Hünden gegeben, dass sie vor Tollwut geschützt sind. In Siemianice schoss man während der Resurektionsmesse mit einem Mörser und Kanonen. Am zweiten Ostertag haben die Landwirte auf ihren Felden die Kränze aus den geweihten Palmen gemacht. Die Kränze haben sie dann mit dem Heilwasser begossen. Dieser Brauch sicherte gute Ernte und schützte vor der Zerstörung. Am Gießmontag gießen die Jungen die Mädchen um 12 Uhr mit Wasser, damit jede von ihnen heiraten konnte.
         In Mechnice sollte man ihre Ferder weihen, was gute Ernte sicherte.

         Andere Festtage

         Ein großes Ereignis war auf dem Lande das Gottesleichenfest. Es gab dann eine Prozession und dabei folgten die Bräuche, die aus den Heidezeiten stammen. An diesem Tag weihte man auch Kräuter in der Kirche. Die Kräuterkränzchen hatten dann eine große Kraft. Sie wurden im Stall gehängt, noch vor der ersten Ernte. So war auch krankes Vieh geheilt, das eine Hexe besessen hat. Nach der Prozession wurden die Birkenzweige nach Hause gebracht und wurden am Stall gehängt, dass die Ernte vor Feuer und Hochwasser geschützt ist. Ein Brauch, der noch heute kultiviert ist, ist das man die Kerzen an Graben einzündet. Am nächsten Tag wurden diese Graben geschmückt.

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