Sitten und Bräuche - Hochzeitbräuche


Heiratsantrag

Brautwerbung

Der oder die Verwandte des Junggesellen wird meistens zum Ehestifter. Sie sind in das Haus der Auserwählten gegangen um nachzuforschen, ob ihre Eltern und schließlich sie selbst dem Bewerber wohlwollend sind. Wenn die Brautwerbung nicht gelingt, tröstet sich der Kandidat mit dem Satz: Es gibt überall davon

Heiratsantrag

Der Bewerber, gemeinsam mit seinem Vater, beide schick angezogen und mit einer Flasche Schnaps
dabei erscheinen in dem Haus der Junggesellin. Der Besuch begann mit der Begrüßung: Grüß Gott. Das Mädchen versteckt sich im Haus. Der Vater des Bewerbers stellt die Flasche an den Tisch und schlägt vor den Schnaps zu trinken. Der Gastgeber lässt seine Tochter die Gläser bringen. Wenn das Mädchen gerne auf diese Bitte reagiert, ist das ein positives Zeichen für den Jungen und wenn sie es nicht gern macht, bedeutet es, dass der Antrag abgelehnt wird. Man wirbt für die Vorzüge der beiden, dann wird auch der jungen Frau ein Schnapsglas angeboten. Am Anfang zögert sie es anzunehmen, sie tut so, als würde sie sich schämen. Dann trinkt sie ein bisschen vom Glas und den Rest gibt sie dem Jungen. Diese Geste bedeutet die Annahme des Heiratsantrags. Der Vater des Jungen bittet die Eltern des Mädchens, damit sie erlauben, ihre Tochter als Frau für seinen Sohn zu geben. Die Eltern stimmen nie sofort zu. Sie erfinden viele Hindernisse. Als der Junge versichert sie, dass er sich nur das Beste für ihre Tochter wünscht, stimmen sie endlich zu.
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