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Sitten und Bräuche - Nikolaustag
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Am 6 Dezember feierte man zur Erinnerung an den Heiligen Nikolaus die Gewohnheit die Kinder zu beschenken. Der Organist hat ein langes Hemd mit einem Gürtel, eine Bischofsmütze, ein mit Silber und Gold geschmücktes Messgewand angezogen, hat sich einen langen Bart befestigt und in der Hand nahm er einen Bischofsstab. In dieser Verkleidung , in Begleitung von zwei Engeln ist er durchs Dorf gegangen und hat den Kindern kleine Geschenke gegeben. Darunter waren Lebkuchen, Nüsse, Äpfel, Puppen und aus Lebkuchen gebackene Nikolausfiguren. Außerdem hatte er immer vergoldete Ruten für unartige Kinder dabei. Hinter dem Nikolaus folgte ein Greis, in verkehrt angezogenem Pelz. In einer Hand hielt er eine Peitsche und in der zweiten eine Kette, an der er den Teufel führte. Es herrschte auch eine andere Sitte. Nachts legte man die Geschenke den Kindern unters Kissen und erzählte ihnen, dass der Nikolaus an einer Leiter aus dem Himmel gekommen ist und auch so zurückgekehrt. |
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